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Makaronesien und Atlantis Die Guanchen
Parque Nacional de Timanfaya   Das Salz
Lanzarote und das Kino   El Timple
"Kanaren" Woher kommt der Name?
MAKARONESIEN UND ATLANTIS
"Makaronesien" kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Glückliche Inseln“. Unter diesem Namen kennt man die atlantischen Archipel Azoren, Madeira, die Kanaren und die Kapverdischen Inseln.

Alle Archipel Makaronesiens haben ozeanisch-vulkanischen Ursprung. Niemals waren sie Teil eines Kontinents, vielmehr entstanden sie aus Unterwasser-Eruptionen. Jahrhunderte lang – sogar noch nach der spanischen Eroberung - glaubte man, die Inseln seien die Spitzen der Berge von Atlantis, jenes untergegangenen Kontinents, von dem Platon in seinem Timaios-Dialog spricht. Der Legende nach bestrafte Zeus die Bewohner von Atlantis, weil sie die Geheimnisse der Götter entdeckt hatten. In nur einer Nacht habe er mit Hilfe von Vulkanausbrüchen und Seebeben Atlantis zerstört und unter einer Sintflut kosmischen Ausmaßes begraben.
PARQUE NACIONAL DE TIMANFAYA
Die "Montañas del Fuego" (Feuerberge), eine Vulkangruppe von mehr als acht Kilometern Länge, bildeten sich während der starken Eruptionen zwischen 1730 und 1736, bei denen neun Dörfer zerstört und weitere dreizehn unter der Asche begruben wurden. Ein Regen aus glühendem Sand ging damals auf die Insel Lanzarote nieder. Die Entstehung der heutigen „Laguna del Janubio“ ist auf eine Unterwasser-Explosion im Janubio zurückzuführen, die kilometerweit zu hören war.

Es heißt, man habe den Astronauten der Apollo 17 im Jahr 1972 vor Beginn ihrer Mission Fotos vom Parque Timanfaya gezeigt, um zu gewährleisten, dass sie den Mond im entscheidenden Moment auch erkennen würden ...
DIE GUANCHEN
... waren die ersten Bewohner der Kanaren. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass ihre Vorfahren Berber aus dem Norden Afrikas waren und sie skandinavische Abstammung hatten, da es vor der Eroberung der Kanaren durch die Spanier eine gute Verbindung zu Europa gab.

Die Guanchen waren hellhäutig, groß, gut entwickelt und viele von ihnen hatten blaue Augen. Es heißt, sie waren grundsätzlich friedlich, jedoch im Ernstfall auch bereit und fähig, ihr Land gegen Angreifer todesmutig zu verteidigen.
"KANAREN" – Woher kommt der Name?
Es gibt Leute, die glauben, der Kanarienvogel habe möglicherweise den Inseln zu ihrem Namen verholfen. Mitnichten, genau das Gegenteil der Fall: Der Vogel erhielt diese Bezeichnung lange nachdem man die Inseln schon unter ihrem heutigen Namen kannte.

So schrieb zum Beispiel der römische Naturforscher Plinius der Ältere im ersten Jahrhundert nach Christus von einer Expedition, welche der König von Mauretanien zu den „Glücklichen Inseln“ gesandt habe, einer Inselgruppe, die sich im Dunklen Ozean noch hinter den Säulen des Herkules (Straße von Gibraltar) befanden. Dort angekommen sahen sich die Abenteurer einer wilden Hunderasse gegenüber (can, canis lateinisch: Hund) und sprachen fortan von der „Insula Canaria“, will sagen: „Hundsinsel“. Und eben jene legendären Hunde sind es, die heute das kanarische Wappen schmücken.
EL TIMPLE
... ist ein Instrument, das als besonders repräsentativ für die kanarische Musik gilt. Es gehört zu den Saiteninstrumenten und ist europäischen Ursprungs. Man könnte es als kleine Gitarre beschreiben, deren vier Saiten man die Töne mit der rechten Hand entlockt.

Sie ähnelt im Grunde der breiten Masse iberischer Gitarren, unterscheidet sich von diesen jedoch durch ihren langen, sehr schmalen und gewölbten Resonanzkörper. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die ersten Hersteller dieses Instruments auf Lanzarote zu finden waren – der Insel, die als erste erobert wurde – und zwar in der Villa de Teguise.
DAS SALZ

... war eine der größten Einnahmequellen Lanzarotes zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. In den Salinen produzierte man riesige Mengen und exportierte sie in die ganze Welt. Der Fischfang war absolut abhängig von der Salzindustrie, denn nur mit Hilfe des Salzes konnten die Fänge konserviert werden. Dies änderte sich schlagartig, als man begann, die Fische zur besseren Konservierung einzufrieren; die Nachfrage nach Salz verringerte sich so gravierend, dass viele „Salinas“ schließen mussten.

Heutzutage existieren nur noch die „Salinas de Janubio“ im Südwesten von Lanzarote, die mittlerweile zu einer Touristenattraktion geworden sind. Dort produziert man noch 15.000 Tonnen Salz jährlich. Das Salz spielt auch weiterhin eine wichtige Rolle auf der Insel; anlässlich der „Fiesta del Corpus Cristi“ werden die Straßen mit wunderschönen Salz-Teppichen dekoriert.

LANZAROTE UND DAS KINO

Auf Lanzarote wurden ganz oder teilweise etliche Filme gedreht, die zu internationalem Ruhm gelangten. Unter ihnen

- Moby Dick (1956)
- Vor einer Million Jahren (1966)
- Als die Dinosaurier die Erde beherrschten (1972)
- Reise zum Ende der Welt (1976)
- Doctor Who (1984)
- Mein Feind (1986)
- Auf der Suche nach der Schatzinsel, Fernsehserie (1997)
- Mararía

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